EMDR - Rapid Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Bilaterale Hemisphärenstimulation am Beispiel EMDR

Die amerikanische Psychotherapeutin Francine Shapiro entwickelte Ende der 80er Jahre diese außergewöhnliche Methode zur Behandlung von posttraumatischem Stress.

 

1994 beschrieb der SPIEGEL diese Methode als „Winke-Winke-Therapie“. Dies führte in Deutschland zu einer Diskussion: Einerseits faszinierte diese neue Idee, andererseits war man alarmiert, dass man psychische Blockaden einfach „wegwinken“ könne.

Tatsächlich spielt bei EMDR die schnelle Fingerbewegung („winken") vor den Augen des Klienten eine wesentliche Rolle. Der Klient verfolgt die Fingerbewegung mit seinem Blick, was in einer sehr schellen Augenbewegung resultiert. Diese Augenbewegungen erinnern an die REM-Phasen (Rapid Eye Movement), welche bei allen Menschen in der Traumschlafphase auftreten.

EMDR steht für Rapid Eye Movement Desensitization and Reprocessing (Desensibilisierung und Neuintegration durch Augenbewegung).

 

Auch vor EMDR kannte man therapeutische Simulationstechniken über Augenbewegungen, allerdings wurden diese noch nicht mit solcher Schnelligkeit durchgeführt. So gibt es Beispiele aus der Kinesiologie, der Hypnose oder aus dem Yoga. Experten vermuten, dass der positive Effekt dieser Simulationstechniken durch die Bahnung einer optimalen Zusammenarbeit zwischen den beiden Gehirnhälften und somit aller Gehirnareale entsteht. Entweder durch schnelle horizontale Augenbewegungen oder auch durch auditive oder taktile links-rechts-Reize.

 

Mittlerweile zählt EMDR trotz der scheinbaren Einfachheit zu den weltweit erfolgreichsten Psychotherapiemethoden bei posttraumatischen Belastungsstörungen und Phobien.

Das Erstgespräch ist kostenfrei!